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Über meine Arbeit als Bildhauerin

Bei meiner Arbeit versuche ich zu verstehen was der Stein in sich birgt und mir sagen will. Daher gehe ich vorerst nur mit einer vagen Vorstellung an den Stein heran und versuche zumindest einen Teil der ursprünglichen Form des von der Natur geschaffenen Materials zu erhalten. Ich arbeite prozesshaft, also nicht mit einer festen Vorstellung oder mit einem Modell, sondern lasse etwas entstehen das im rohen Block bereits durchschimmert. Dabei wächst die Form nicht nur während ich mit Hammer, Meisel, Winkelschleifer und Raspel zugange bin, sondern auch in Pausen dazwischen. Denn der Stein bietet natürlich Widerstand, den man manchmal durchbrechen und manchmal auch akzeptieren muss oder einfach warten bis sich der nächste Schritt entwickelt hat. Ganz wichtig ist dieses Warten bis sich eine neue Sichtweise, ein Perspektivwechsel, zeigt.

Mit ist es wichtig, in den abstrakten Formen, die spezifischen Eigenheiten des Materials lebendig zu machen. Es entstehen Skulpturen, die in ihrer Komposition spannungsreiche Kontraste aufbauen, etwa in Verbindung von rostigen Eisen-Fundstücken mit strahlend poliertem, durchscheinenden Alabaster.

Ich arbeite gerne mit unterschiedlichen Materialien wie Marmor, Sandstein, Granit, Alabaster, aber auch mit Beton.

 
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